Anleihen-Neuemission – Ankündigung neuer Investition in Wind- und Solarenergie

„Eine Anleihe ist eine Anleihe, ist eine Anleihe!“ so ein Investor.
„Wer so spricht, hat schlicht keine Ahnung!“, erwidert der über die Sortenvielfalt im Anleihsegment bestens informierte Produktmanager einer Großbank: „High Yields, Zerobonds, Inhaberschuldverschreibungen (gedeckt oder ungedeckt), inflation-linked bonds, Zerobonds usw.,“, die Vielfalt sei doch groß. Experten seinen gefragt, um hier einen Überblick zu halten.
„Ist mir zu kompliziert. Ich mach gar nix.“, erwidert ein Verbraucher.
So oder ähnlich könnte ein Gespräch laufen.

In der Tat: Es ist unübersichtlich geworden. Ist heute eine radikale Reduktion von Komplexität wieder Ausweis von Kompetenz? Einiges spricht dafür.
Die beiden klassischen Dikta von Investoren sind: Verstehe erstens, wie ein Investment an einer Entwicklung partizipiert, die Rendite verspricht. Verstehe zweitens die damit verbunden Risiken. Diese Fragen, knapp und einfach, sind hochspannend und nach der Finanzkrise wieder für mehr Menschen en vogue. Diese Fragen fokussieren auf den Inhalt des Investments und nicht auf die äußere Form und Verpackung. Diese Fragen implizieren zugleich: Verpackungen sollten einfach bleiben, damit der große Hauptanteil der Energie sich darauf richten kann zu fragen, wie Vermögen in der realen Wirtschaft arbeitet, welche Möglichkeiten sich bieten und welche Fallstricke damit verbunden sein können.

Eine Anleihe ist eine Anleihe, ist eine Anleihe?!? Also doch? Warum nicht! Der Ablauf: Investition, Zinsen, Rückzahlung der Investition. Und Punkt. Anders gesagt: Verpackungskünstler der Finanzindustrie: Wollen wir nicht. Undurchsichtig. Gefährlich.

Einfach strukturierte Anleihen finden wir im Bereich erneuerbarer Energien durchaus. Sobald der offizielle Verkaufsprospekt für das Wertpapier freigegeben wird, dürfen wir zusammen mit der Qualitates GmbH aus Darmstadt eine Neuemission der Energiekontor AG aus Bremen begleiten. Es handelt sich um die Stufenzinsanleihe Nr. 10.
Uns erwartet eine ähnliche Anleihe wie bei den Vorgängern mit einer klaren und einfachen Form. Dass aus Windenergieproduktion und Solarenergieproduktion Renditen erwachsen können, ist bekannt und unbestritten. Energiekontor investierte zuletzt über Zweckgesellschaften mit Fokus vor allem auf die Investition in wenige Sachwerte. Komplexe Unternehmensstrukturen wie wir sie im Markt immer wieder vorfinden und die die Abschätzung der Stabilität und Rentabilität des Geschäftsmodells erschweren, finden wir nicht. Schließlich erfolgt eine Besicherung über Windenergieparks als Sachwerte selbst, in der Regel über eine pfandrechtliche Lösung.

Eine Investition wird voraussichtlich in Kürze möglich sein. Geplant ist eine Einstiegsgröße ab 3.000 EUR. Der Zins liegt anfänglich bei 4% und steigt in Stufen auf später 5% an.

Weitere Informationen zur Energiekontor-Anleihe X finden Sie hier

RheinRuhr, 05.05.2017
Dr. Marcel Malmendier

Bild-Quelle: solarzellen von Marco2811

Von | 2017-06-22T15:16:42+00:00 05. Mai 2017|Allgemein|