Gehör verschaffen: Flaggschifffonds – Qualität könnte groß sein, doch meist findet man sie im Kleinen

Der Wahlkampf läuft auf Hochtouren. Was im Kampf um Stimmen zumeist nur ein Thema unter vielen ist: Nachhaltigkeit als langfristiges Megathema. Worüber in dieser Zeit niemand spricht: Sustainable Finance als riesiger Hebel.

Spannende Untersuchung von Investmentfonds im Handelsblatt

In diesem Kontext ist die Untersuchung milliardenschwerer Investmentfonds zu sehen, die gerade im Handelsblatt erschien. Verantwortliche Kapitalströme sind der Hebel für Gerechtigkeit und eine lebenswerte Welt. Circa eine halbe Milliarde Euro werden in den zehn größten Fonds, die in Deutschland zugelassen sind, verwaltet. 2014 kam Morningstar in einer Erhebung der 10 größten Fonds der Welt auf unfassbare 1.339 Milliarden Euro.

Nachhaltigkeit in Flaggschifffonds

Aber inwieweit ist das Thema Nachhaltigkeit bei genau diesen Flaggschifffonds verankert? Mit dieser Frage hat sich das Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments (www.handelsblatt-nachhaltigkeit.de) beschäftigt und der Titel verrät: „Flaggschifffonds können mehr leisten“. Dieser Artikel ist ein Muss für alle, die investieren, für ihr Alter oder zu anderen Zwecken und für alle, die Nachhaltigkeit fördern möchten.

Marcel Malmendier hat Autorin Susanne Bergius bei der Recherche unterstützt. Unsere Dienstleister Edisoft und Fondskonzept lieferten gemeinsam mit Daten von FWW die Namen und Volumina der größten Fonds. Susanne Bergius hat sich die Fonds und die Gesellschaften im Detail angesehen. Es wird deutlich, welche der untersuchten Fonds und Investmenthäuser gemäß der Recherche etwas tun – oder eben nicht. Aufschlussreich ist hierzu die Gegenüberstellung der Versprechen der Gesellschaft durch die Unterzeichnung der UNPRI (UN Principles of Responsible Investment) mit der gefundenen Realität (Tabelle, Seite 5) und Ergebnisse der Recherche durch Frau Bergius.

Besonders wichtig ist uns in diesem Zusammenhang das folgende Zitat:

„Größe sei nachweislich kein Qualitätsmerkmal, zumal sie den Zwang impliziere, in große liquide Titel zu investieren, betont Berater Malmendier. „Viele Investmentstrategien sind allein aufgrund der schieren Größe nicht mehr möglich: Interessante Small- oder Mid-Caps sind praktisch nicht mehr investierbar weder auf der Aktien- noch auf der Anleihenseite.“ Im Markt gebe es bei kleineren, innovativen Strategien mehr und spannendere Angebote. Darum stießen seine Kunden große Volumenfonds überwiegend ab.“

 

Datum: 21.09.2017
Autoren Melina Kattenbracker u. Marcel Malmendier

Von | 2017-09-21T18:47:20+00:00 21. September 2017|Allgemein|